the story

Wie alles begann...


Es geschah alles vor langer, langer Zeit, als wir noch unschuldig (mehr oder weniger), jung (Ansichtssache) und unverbraucht (sind wir doch heute noch) waren....

Irgendwann Anfang Dezember oder November 1995 (oder war's noch früher? Moment...-überleg-...)
... na ja, jedenfalls saßen (damals noch) Dirki, Fränky, Stacho. Lolo und was-weiss-ich-wer-noch in der Kaschemme, irgendwo, und haben über irgendwas erzählt - wie das halt so vorkommt, nicht?
Worum es im Einzelnen ging, muss wahrscheinlich nicht unbedingt erwähnt werden, auf jeden Fall hat einer der Anwesenden nicht richtig dem Gespräch folgen können, und wurde mit einem Mal, wie vom Blitz getroffen, plötzlich hellwach.
Nicht, dass ihm einfiel, wie er selbst hiess, wo er wohnte, oder "warum?", nein, er dachte sich wahrscheinlich: "Öööhm..."

Tja, so -oder zumindest fast so ähnlich- hat es sich damals zugetragen, als die Idee zu einem Kegelclub geboren wurde... Aus diesem folgenschweren Augenblick, der die Anwesenden in spontanen Jubel verfallen liess, der bis in die frühen Morgenstunden anhielt und der in exstatischen Planungen endete, wo man denn nicht alles hinfahren könne, wenn man doch ein Kegelclub sei... eben so, wie so ein Abend halt so endet, wenn man einen Kegelclub zu gründen vorhat.

Die nächsten Tage waren die oben genannten erst mal völlig verkatert. Wahrscheinlich dieser Zustand hat dann die wenigen anderen noch überzeugt, die an diesem Abend nicht an der Runde teilhatten, und die dann fast ebenso spontan dem Club aus Prinzip zustimmten. "Egal, was, hauptsache gründen..."

So kam denn eins zum anderen, und die liebe Wirtsfamilie Rodin aus den in Erkrath-Unterfeldhaus wohlbekannten "Beuer's Bauernstuben" nahm uns sogar ohne Androhung von Gewalt auf der hauseigenen Bundeskegelbahn auf... Heute wird gemunkelt, Papa Rodin flüsterte uns hinterher "...denn sie wissen nicht, was sie tun...", was aber bis heute nicht nachweislich per Nachweis nachgewiesen werden konnte.


Am 27.12.1995 trafen sich also zum allerersten Mal dann
Dirk, Stacho, Maz, Puddel,
Fränky, Lolo, Döörch und "Bauer" (welcher Name sofort am ersten Abend geändert wurde...),
und holzten auf die Kegelbahn ein, was das Zeug hielt.

Es wurde ganz fürchterlich viel getrunken, gesungen, gelacht, und es wurde ein Abend... den leider jeder Anwesende schon am nächsten Tag vergessen hat - so gut war er!
So, oder zumindest fast genauso, jedenfalls so ähnlich, also im Grunde genommen ungefähr so war das! Jaja...


Dann begann die lustige Namensuche!

"Dirk

's" hatten wir schon mal zwei, was uns zum Handeln veranlasste.
Der eine wurde also "ver-ö´t", woraus dann Döörch wurde (ursprünglich mit noch viel mehr "ö"'s, aber im Zuge von Rationalisierungsmassnahmen dann später wieder gekürzt...usw...).
Die Karriereleiter hinauf hat es unser "DiplD" über einen -und zwar unseren einzigen!) "DrD" schon bis zum Jahreskönich 2000 geschafft!

Auch der andere kam nicht umhin, seinen aus elterlicher Liebe sorgsam ausgesuchten Namen wohl oder übel aufzugeben, und wurde, dank einer kleinen Unachtsamkeit einer Dritten -die hier nicht näher benannt sein soll- spontan auf den Namen "Mausi" vertauft (wobei das die glimpflichste Variante war, die sich uns damals in Anbetracht der Tatsache, was nicht näher benannt sein sollte... aber lassen wir das jetzt...).
Mausi ist im Übrigen unser erster Papi...
amtierender Jahreskönich

Bauer. Das sind Leute mit Traktoren, die früh aufstehen, fleissig arbeiten, und hinterher am täglichen Brot schuld sind. Georg passte da nicht so recht hinein... Keine Ahnung wieso; Irgendeiner brüllte plötzlich "Hacky" in den Raum (und der Name lässt auf einiges schliessen...), was völlig ohne Überlegung einstimmig akzeptiert wurde. So entstehen Namen, manchmal jedenfalls.

Bei "Zieris" (eingefleischter Rufname, entstanden aus der Abart, Menschen bei Ihrem Nachnamen zu rufen) war's da schon schwieriger. Der junge Mann, der in Fussballerkreisen dafür bekannt ist, bei Ballbesitz erst ca. 36 Meter hinter der gegnerischen Torauslinie zum Stehen zu kommen, war echt keine leichte Aufgabe, für die Namenspatronengurtträger. Nach ca. anderthalb Minuten wurde klar, dass die (öffentlich noch nie erwähnten, und auch hier wohlweisslich verschwiegenen) Initialien des "Unterbacher Bombers" M.-A. Z. waren, was den Kurzsichtigen unter uns wohl Grund genug, und Anlass zugleich war, ...na ja... steht ja da, nicht?
Nebenbei aufgeführt sei Maz' Titelgewinn im Jahre 1997 und 2002!
Vize-Alles

"Stacho" hiess schon immer so, wird immer so heissen, und daran wird auch nicht gerüttelt! Gestraft von einem Haarschnitt in frühester Kindheit trägt er diesen Namen seit so langer Zeit, dass kürzlich Steintafeln entdeckt wurden, auf denen Stacho bereits in einem Atemzug mit Zeus, Nero und in engem Verhältnis zu deren jeweiligen Friseurinnen genannt wurde... Da gab's nix zu diskutieren, und es war sehr, sehr schwierig, auch hier wenigstens ein paar Zeilen zu diesem Namen zusammenzubekommen.

"Puddel" heisst eigentlich "Buddel", und eigentlich ganz anders, aber "Buddel" gibt's auf der Kegelbahn nicht, nur'n Fass, aber auch Pudel (in Süddeutschland auch "Pumpe", oder anderswo irgendwie sonst...), ...jedenfalls war es definitiv nicht schwer, aus dem B ein P zu machen! So leicht kann's einem geschehen...
Web-Lümmel

"Lolo" ist eine der ca. 3.460 Möglichkeiten, einen Spitznamen aus "Thilo" zu machen. Ursprünglich ist das übrigens der Name, den er sich selbst gab - als er 2 war. Aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen wurden dann später Assoziationen zum Busenwunder Lollo Ferrari geknüpft, ...na gut, na gut - so weit her ist das gar nicht geholt... Im Grunde hat sich Lolo aber nur strikt dagegen geweigert "Lilo" genannt zu werden, und hat sich unter Einsatz des eigenen Lebens vor diesem wirklich blöden Namen mit einer Runde gerettet...
Auch wenn es mittlerweile schon wieder aus den Geschichtsbüchern gestrichen wurde, war Lolo Gründungspräser und der erste offizielle Jahreskegelkönig...

"Franky" sollte ursprünglich ganz anders heissen. ...wenn er ein Mädchen geworden wäre, dann sowieso, jaja! Mehr aus der Not, doch einhellig beschlossen, und irgendwie passend entschloss sich der Haufen, getreu dem Motto: "Frank ist Frank ist Frank..." dieses Original ausnahmsweise nicht zu verhunzen, ...was dann Gott-sei-Dank bis heute so blieb. Franky's Titelgewinn 2003 wird ihm ebenfalls hier gehuldigt...
Kasse 2007


Doch im Laufe der vielen, vielen Jahre gesellten sich dann noch weitere prima lustige Jungs dem Club hinzu:

Zunächst einer, der sich lediglich um einen Kegeltermin verspätet hat, und am 17.01.96 noch eben nachrutschte. Seine Rufnamen waren bis dato mannigfaltig und sicherlich äusserst kreativ (und auch hier das Phänomen, jemanden auf seinen Nachnamen zu reduzieren...), was die Truppe schliesslich dazu veranlasste, einen neuen, völlig eigenen Namen zu erfinden.
Das dauerte!
Irgendwann passierte es. Jemand brach eine goldene Regel, und begann mit ihm nach 22.00 Uhr zu diskutieren - das ist ungefähr genauso fatal, wie Gremlins füttern nach 0.00 Uhr! Tja... diskutieren, discotieren.... ergibt "Disco", logisch, oder?

Dann kam lange nichts. Doch! "Gammel" kam.... zu Besuch. Ein paar Mal, dann wusste er nich, dann wollte er, dann gings nich, dann wieder doch, und schliesslich isser seit dem 14.01.98 dabei - und es gibt Grund zur Annahme, dass er nur scharf auf den Jahreskegelkönigsuperpokal war... Denn noch im gleichen, sowie im Folgejahr hat er sich den erst mal eingesackt (, der Sack...).
Präses 2007

Irgendwann dann stellte auch Plotz fest, dass Kegeln nich wirklich so Kacke ist, wie alle behaupten, und fand "Bierfass anne Bahn" sowieso schon mal überzeugend. Mit graziler Eleganz kegelte er sich in die Herzen der Kegelbrüder, welche ihn dann im März 2000 förmlich um den Clubbeitritt beknieten. Hat er dann mal gemacht...
Gut, wenn's hier nicht erwähnt wird, gibt's nächstes Mal wieder mächtig Mecker: die in Gottes Gnaden ihm zuteil gewordene Ehre des Amtes, welches nur Persönlichkeiten von aussergewöhnlichem, absonderem Intellekt, Glanz und Grösse zu führen wissen, soll, ihn huldigend, dem amtierenden Präsidenten hier nicht verschwiegen und somit versagt werden. (dieser Text wechselt im Übrigen jährlich die Position :o)))
   

Viele Kegeln späterwurde der Posten des Clubältesten (welchen bis dahin Hacky tapfer und zahnlos verteidigte) am 1.Juli 2000 durch Lofti neu bestückt. Lofti ist eine beliebig zusammengestellte Reihenfolge von Buchstaben, die das Aussprechen seines Namens noch in hohem Alter garantiert, und bedeutet ungefähr soviel wie: Lofti.

 


Leider haben wir im Laufe der Jahre auch Verluste hinnehmen müssen:
So musste Knexel aus zeitlichen Gründen seine Mitgliedschaft beenden, und auch Holli ist seit 2003 nicht mehr dabei.


Tjaaaa, und wie sich der Haufen selbst so treffend benannte, bleibt bis heute trotz staatlich geförderter archäologischer Untersuchungen irgendwie im Dunkeln.
Die leicht zu verwechselnde Assoziation zum besten Kumpel eines jeden Mannes ist aber ein bisschen aus Versehen (auch wenn es sich um einen Herrenkegelclub handelt, und so ziemlich jeder aus dem Club beim Lesen dieser Zeilen den Kopf in den Nacken wirft und ein leichtes "Jaja... klar..." säuselt...).
Das im Rheinland gängige Synonym zum "Lausbuben", oder "Rotzlöffel" sollte symbolisch dafür stehen, dass es sich im Grunde um einen -damals- im Durchschnitt -altersmässig betrachtet- VERDAMMT JUNGEN HAUFEN für einen Kegelclub handelte!
Und das gute, alte Spießbürgertum doch täglich vor Augen, gaben wir der Versuchung nach, und gründeten den Kegelclub: "de' Lümmel"

Warum tun junge Menschen nur so was?
Die Antwort ist völlig einfach, wertebehaftet, und riecht ein wenig nach Weihrauch: Im Zuge der Globalisierung unseres Lebenswandels, unserer Interessen, aber auch unserer Wohn- und Studienorte, war abzusehen, dass sich gefestigte Freundschaften im Laufe der Jahre aus den Augen verlieren werden, wenn an dieser Stelle nicht interveniert wird.
Einen Stammtisch aus unserer Altersgruppe gab's schon, Skat konnten nicht alle (und nebenbei warn's definitiv zu viele für Skat), Joggen im kollektiven Lauftreff kam nich in die Tüte - schon mal aus Prinzip nich! - und sowieso gab es nichts Naheliegenderes als kurz vor Anmietung des eigenen Schrebergartens einem Kegelclub beizutreten...

Böse Zungen behaupten: Irgendeinen Grund muss man nur finden, um regelmässig mit den Jungs einen Trinken zu können... auch die behalten Recht! :o)

Denn immerhin gestaltete es sich für die Kellners fast immer zum ernsten Problem, irgendwann Feierabend zu haben, wenn "de Lümmels" sich erst einmal eingekegelt hatten. Überziehungen, an denen "Wetten dass...?" sich ein Beispiel nehmen kann, wurden dann auch mittlerweile zur Regel.

Obwohl: Bis auf eine einziges Mal, wo Mario (hallo!) uns binnen fünf Minuten wie Lemminge aus dem Lokal flitzen sah...
Er hatte dummerweise nicht mit unserer Geschlossenheit gerechnet, als er (sich) versprach: "Wenn ihr in 5 Minuten raus seid, zahl ich das nächste Fass...", was er wahrscheinlich heute noch bereut...


Soviel zu unserer Geschichte. Von den nahezu genialen Weihnachtsfeiern (wo man sich vorsorglich die Folgewoche freinimmt...) zeugen die mittlerweile wohlbekannten "de Lümmel"-Marchandises, wie Tassen, T-Shirts, Kappen, und so, noch heute.
An solche Abende will man eben erinnert bleiben, wenn man sich selbst nur noch schwach erinnern kann, oder?

In diesem Sinne: "Auf dicke Titten und den Weltfrieden!"
(siehe §1 der Kegelordnung!!)


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