Kegeltour 2009 | Bericht

Uran, 120.000 Lesben und eine Draisine!

Bericht von Stacho


Tag 1

Uran, 120.000 Lesben und eine Draisine!

Eine merkwürdige Überschrift denken sie? Dann lesen sie weiter und tauchen in die Kegelerlebnisse unserer alljährlichen Kegeltour ein und werden Sie Zeuge von Geschichten von Uran, 120.000 Lesben und einer Draisine…

Das Treffen zur diesjährigen Kegeltour, die in der Zeit vom 11.09.2009 bis 13.11.2009 stattfand, wurde – schon fast traditionell – in der Kegelresidenz Zieris in Unterfeldhaus eingeläutet. Trotz der fehlenden Theke (die meiner Meinung nach vollkommen ausgereicht hätte), wurden alle 12 Mitglieder unseres geliebten Kegelclubs mit herrlich frischem Altbier und leckeren Brötchen begrüßt. Nach dem auch Kegelbruder Plotz, als letzter eintreffender Clubveteran, die Begrüßung der Inneneinrichtung der Familie Zieris auf seine typisch eigene Art vornahm (bitte eine Gedenkminute für die Blumen und die Vase beim nächsten Kegeln einrichten), nahm die Spannung von Minute um Minute zu, weil jeder – außer die Tourleitung selbst – mächtig gespannt war, wohin es diese Jahr gehen sollte. Zwar gab es im Vorfeld der Tour kaum Nachfragen zum Tourziel, aber mit jedem geleerten Bierglas stieg die Spannung doch merklich an.


Dann endlich ging es los: Dr. Dörch forderte uns mit einem anspruchsvollen Rätsel - bis an unsere physischen und psychischen Grenzen gehend – vollends. Vorteil für die Rater war allerdings, dass es sich bei den Fragen im Kern immer um unser Lieblingsthema, dem Bier, drehte und somit war das Tourziel dann doch schnell entschlüsselt: „Draisinentour in Lauterecken“.
Nach einer flotten Fahrt nach Lauterecken in der Pfalz über die Autobahn (bei der die Erbauer derselbigen offensichtlich den Bau von Rastplätzen völlig vergessen hatten), begaben sich die 12 Lümmels in den Pfälzer Hof, ein nettes kleines Hotel neben der Schreinerei „Fickeisen“, falls jemand mal in der Gegend sein sollte ;-)

 

Um die Zeit des Biertrinkens geselliger zu gestalten, hatte sich die Tourleitung mit dem Freiluftspiel „Kubb“ – oder auch „Wikingerschach“ genannt – bewaffnet, so dass wir auf einem Rasenstück dieses tolle Holzklötzenwerfspiel mit vollen Elan spielten. Auch auf diesem entlegenen Rasenstück, bzw. Urwald, fernab der Zivilisation, geizte die Tourleitung nicht mit Catering und unsere durstigen Kehlen waren stets gut geölt.

Am Abend stand noch ein Pokerturnier an, welches aber zu später Stunde eingestellt wurde, da sonst die Beteiligten noch heute dort sitzen würden. Nach der Hoteleigenen Sperrstunde ging es dann noch weiter in eine benachbartes Bistro, bei dem Mausi noch sein Fable für langhaarige, zottelige, dem Wolle Petri ähnelnde Männer entdeckte (weitere – meist schmutzige Details - werden von der Redaktion hier aus persönlichkeitsrechtlichen und freundschaftlichen Gründen nicht wiedergegeben).


Tag 2

Nachdem die Nacht kurz war und das Frühstück lecker, ging es dann zur Draisinentour. Dazu musste die Truppe zunächst in einem überfüllten Bus nach Staudernheim fahren, um von dort aus mit jeweils einer 4-Mann-Draisine zurück nach Lauterecken zu kurbeln. Gott sein Dank, gab es an der Strecke Verpflegungsstationen, so dass wir bei einem kurzweiligen Halt endlich mal die Zeit hatten uns zu überlegen, warum wir nicht einfach mal 120.000, dem gleichen Geschlecht sexuell zugewandten Frauen, anrufen sollten. Bei solch grundsätzlichen Gedanken war es dann auch kein Wunder, dass sich der Club gerne noch für einen Besuch bei der „wilden“ Orchideenwanderung entschieden hätte, dies aber aus Zeitmangel nicht durchgeführt werden konnte.

Die Fahrt auf der Draisine war bei schönsten Wetter und schönster Natur, trotz Begegnung mit einem weiblichen Pärchen, das sich offensichtlich von einer Brücke stürzen wollte und einem Sponti-Liedermacher ein tolles Erlebnis. Wohl ausdrücklich ausnehmen möchte die Redaktion die Kegelbrüder Lolo und Stacho, die insbesondere vom Gammel und Plotz – den bisher völlig verkannten Sportstars– dermaßen im Draisinen fahren deklassiert wurde, wie Armstrong es mit dem Jan Ullrich in den besten Zeiten getan hat.

In Lauterecken angekommen gab es aber zur Belohnung ein leckeres Grillen mit reichlich Bier und anschließend Fußball und Sauna. Nach dem wieder rum leckeren Abendessen (pfälzischer Saumagen) frönten wir unserem Lieblingshobby, dem Kegeln mit gleichzeitigem Biertrinken. Auch trumpfte die Tourleitung groß auf, in dem sie eine großartige Kegelolympiade vorbereitete. Die Olympiade wurde zur späteren Stunde von einer weiblichen Tanzgruppe aus Friedberg unterbrochen, die uns erbarmungslos zum Tanzen und Feiern aufforderten. Da wir ja keine Unmenschen sind, sind wir dem auch gefolgt. Nachdem die Wirte des Pfälzer Hof unserem Tanz- und Feiertrieb mit permanenten „Leiserstellen“ der Musik entgegenwirkte, kam die große Stunde unseres Chef-Entertainers Lolo, der mutig zur Stimme griff und hemmungslos bekannte Lieder zum Besten gab. Sein Sternstunde kam aber mit dem Lied „Uran im Urin“ (> Text), bei er die Massen zum Mitsingen des Refrains animierte und das Publikum es im mit Begeisterung dankte. Immer mehr Fremde Leute kamen hinzu und das das Uranlied musste immer wieder gesungen werden, so dass man Festhalten muss, dass Lolo tatsächlich seinen ersten großen Hit gelandet hat. (Anm. Lolo: Leider nicht ganz richtig - Das Lied ist gem. GEMA von einem Rudolf Kucharczyk, wurde sogar schon von Reinhard Mey gecovert, kam auch von "Acoustic Fingers" auf dem Album "Pigs In Chains"(1997) auf CD.. Aber Danke für die Blumen ;o))

Auch dieser Abend endete im Bistro zur frühen Morgenstunde, nachdem die Wirte des Pfälzer Hof sich völlig zur Recht dafür entschieden dem Disco ein Bier zu entreißen, weil er nach knapp 3.000,00 €, die wir dort versoffen hatten, tatsächlich keine 0,20 € mehr für ein Bier bei der Hand hatte.

Der letzte Tag war mit Frühstück, dem Wieder-Sprechen lernen und der Heimfahrt recht gemäßigt. Außer vielleicht, dass einvernehmend festgestellt wurde, dass Rauchen und Korn trinken wahrscheinlich doch ganz gut für Gesundheit sind.

An dieser Stelle möchten sich alle Lümmels, die nicht an der Organisation der Tour beteiligt waren, dem Tourkomitee ein herzlichen Dank aussprechen. Die Tour war außerordentlich – wirklich an allen Tagen - toll und mit viel Herz geplant. Dörch und Maz haben stets die Verantwortung übernommen uns sich mächtig für die Truppe ins Zeug gelegt. Die Beiden haben die Grundlage für eine kurzweilige, stimmungsvolle und harmonische Tour gelegt.

Dafür wollen wir Ihnen traditionell Danken: „…auf dicke Titten und die Tourleitung….“

Euer Stacho


P.S.: Hoffen wir mal, dass Plotz sein Arm sauber bekommen hat…

P.P.S.: Wohin geht es eigentlich beim nächsten mal?

 

>>Bilders 2009

 

zurück zur Homepage | zurück nach oben